100 Museumsareal

Die Geschichte des heutigen Museumsareals begann im Jahre 1780, als der damalige Stabhalter Kiefer dieses schöne Fachwerkhaus als Rebhof erbauen ließ. (Stabhalter ist vergleichbar mit einem heutigen Ortsvorsteher) – In Durbach gab es Stabhalter für die einzelnen Stabsgemeinden „Heimburg“, „Gebirg“, „Bottenau“ und „Obernesselried-Illental“. Das Anwesen diente über 100 Jahre lang als Rebhof, wie er typisch für Durbach oder das Rebland allgemein war. …

Um 1867 erwarb die Gemeinde das Anwesen und betrieb bis 1967 das sogenannten „Pfründnerhaus“ – ein Pflegeheim für alte und kranke Ortsbewohner – in der Hauptsache alte Bauernmägde und -knechte. Vielfach vermachten ältere, alleinstehende Personen ihr Vermögen der Gemeinde um hier in diesem Haus einen Alterssitz zu erhalten. Das Haus diente jedoch auch teilweise als Krankenhaus wenn ein Arzt nach Durbach kam um Sprechstunde zu halten. Über dem Hof stand ein kleines Waschhaus in dem über lange Jahre hinweg auch die einzige einfache Badewanne stand, welche auch von der Öffentlichkeit genutzt werden konnte. Die barmherzigen Schwestern aus Gengenbach waren für die Betreuung zuständig.
Ab 1970 bis 1982 wurde das Haus als Lehrerwohnhaus genutzt. Seit 1985 ist im vorderen Teil des Gebäudes das Tourismusbüro untergebracht.
Auf Initiative des Winzerstammtisches“ wurde schließlich von einigen Heimat- und Museumsfreunden 1983 der Förderverein Wein- und Heimatmuseum in Durbach e.V. gegründet und hat seither unzählige Exponate gesammelt, die seit der Eröffnung im September 1995 zu sehen sind. Mit Zuschüssen der Gemeinde und verschiedener öffentlicher Stellen, einem enormen ehrenamtlichen Einsatz vieler Durbacher, und einem Kostenaufwand von rd. 1,6 Millionen DM wurde in den Folgejahren das gesamte Anwesen zu diesem wunderschönen Museum umgebaut. Das Gebäude wurde vollkommen saniert und die Räume dem Museumszweck entsprechend umgestaltet. Daneben wurden kleinere alte Gebäudeteile abgerissen und durch das Back- und Brennhaus, sowie den Wagenschopf ersetzt. Diese Gebäude können Sie nachher noch näher betrachten.
Mehr

200 Haupthaus

300 Museumshof

400 Schopf

500 Brenn- und Backhaus

550 Mühlenhaus

600 Bienenhaus